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 James N. Frey - Wie man einen verdammt guten Roman schreibt I + II

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Laoghaire
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BeitragThema: James N. Frey - Wie man einen verdammt guten Roman schreibt I + II   So Nov 28, 2010 4:16 pm

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Sind "verdammt gute" Romane nicht stets Ausdruck eines Schöpfungsakts, der, quasi freischwebend, einem genialen Geist entsteigt? Wie soll man das lernen? Prof. Dr. Volker Neuhaus, Institut für Deutsche Sprache und Literatur: "In Deutschland herrscht noch immer ein Vorurteil, das in den großen Aufbruchjahren unserer Literatur in der frühen Goethezeit wurzelt: Dichtung entsteht ohne weitere Voraussetzungen, sobald die Muse das Genie küßt."

Zwar habe zum Beispiel Goethe seinen Götz in wirklich erstaunlich kurzer Zeit hingeschrieben, sagt der Kölner Literaturwissenschaftler -- betont aber, der Dichter sei bereits voll mit der Dramentradition vertraut gewesen, dank der französischen Besatzung Frankfurts sogar mit der klassischen französischen Bühnenpraxis.

Germanist Neuhoff, Herausgeber der großen Dumont Kriminal-Bibliothek, gibt diese Worte einem US-Sachbuch zum Geleit, das ein Handwerk lehren will. Dessen Autor James N. Frey maßt sich zwar nicht an, Goethes generieren zu können. Aber das Vorurteil räumt er weg, einzig Talent -- und davon eine Menge -- brauche es für das Romaneschreiben.

Ein verdammt guter Roman, das ist für Frey ein eindringlicher und spannender Roman. Und was der Romanautor in spe dafür braucht, kann er sich aus dem Baukasten des Erzählens holen, den Frey aufklappt: Starke, nicht stereotype Protagonisten in Konflikten, die statistisch, sprunghaft sein oder sich entwickeln können; folgenschwere Ereignisse, großartige Höhepunkte, trickreiche Perspektiven... Der Amerikaner erläutert dies streckenweise witzig und mit Beispielen aus bekannten Werken. Damit befähigt er auch jeden Leser zur Analyse, was "verdammt gute" Romane denn so verdammt gut macht.

Das Buch ist leicht verständlich und gut gegliedert. So lernt man systematisch, von den Großen zu lernen und bekommt eine Menge Zusatztips, etwa gegen Schreibblockaden: "Was man tun kann, wenn die Muse Ferien macht". Für so vieles im Leben sind Handbücher selbstverständlich -- warum nicht für literarische Versuche? Der Kuß der Muse muß in eine adäquate Produktion von Text münden. Wie schon das Beispiel Goethe lehrt: Selbst Genies kommen nicht von ungefähr.
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Wie man einen überraschenden Anfang findet, weiß der Autor genau: "Warum dieses Buch nicht das richtige für Sie sein könnte", heißt das Vorwort seiner Erzähllehre. Zum Schluß gibt er dann aber sogar eine Erfolgsgarantie, und zwar eine hundertprozentige: "Jeder kann ein Romanschriftsteller werden" -- wenn er nur hart genug an sich arbeitet ...

Wie man das sinnvoll und systematisch tut, dazu leitet Frey an, wie gewohnt selbstbewußt, angenehm dialogisch und direkt, und noch einen Tick munterer und frecher als in seinem Buch für Anfänger. Teilweise ist Teil zwei sogar ein Pamphlet gegen Pseudoregeln akademischer Kreativ-Schreib-Seminaristen. Dem stellt Frey, selbst Dozent, eine Menge (Gegen-)Beispiele entgegen, und seine Prinzipien: zitternde Spannung und unvergeßliche Figuren schaffen (Schwächlinge und Verrückte, dominierende und gespaltene), die richtige Moral für die Geschichte finden, eine starke Erzählerstimme entwickeln -- und dem Leser das liefern, was man ihm versprochen hat.

Ob das Buch nicht das richtige für Anfänger ist, wie Frey eingangs schreibt, ist aber fraglich. Auch sie kann es amüsieren und informieren, beim analysierenden Lesen helfen, fürs Schreiben begeistern -- und warnen. Zu den Todsünden angehender Autoren zählt Frey zum Beispiel den epigonenhaften Versuch, literarisch zu sein. Zitat: "Wird der Literat im Kurs beispielsweise darauf hingewiesen, daß seine Geschichte keinen Spannungsbogen hat, daß sie statisch, langweilig oder lahm ist, wird er ein ironisches Lächeln aufsetzen und einem erklären, daß man offenbar 'Der Dreck am Rande der Zeit' nicht gelesen hat, diese bahnbrechende Geschichte aus der Feder des literarischen Heroen, an dessen Rockschößen er dabei ist, in die Unsterblichkeit zu schweben ..." Solche nachahmenden Literaten seien erfolglos. "Doch einem angehenden Literaten zu erklären, daß er sich nicht die gleichen Regelverstöße erlauben kann wie die literarischen Heroen, ist so, als wollte man einem Vierjährigen klarmachen, warum er keinen Martini haben darf." Wie verständlich und locker Freys Fortgeschrittenenkurs auch zu lesen ist, immer wieder macht er deutlich: "Schreiben ist schmerzlich. Schreiben ist harte Arbeit." Da braucht es eben mehr als Talent und Nachahmungsgabe.

Wer ein Literat werden will, dem sagt Frey: Versuche, zuerst ein großartiger Geschichtenerzähler zu werden. Denn das kann man lernen. Und dieser Autor zeigt, wie es geht.
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