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 Satz für Satz [1] Love and hate

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Laoghaire
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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Sa Jan 22, 2011 6:08 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein.
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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Mi Mai 04, 2011 4:05 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Do Mai 05, 2011 10:52 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
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Genauso sanft und zutralich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Fr Mai 06, 2011 12:31 am

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder.

Spoiler:
 

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Fr Mai 06, 2011 1:10 pm

Sponatne Eingebung^^

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Fr Mai 06, 2011 6:13 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
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Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
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"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Doch dann gab ich mir einen Ruck und zwang mich ihm in die Augen zu sehen.
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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Fr Mai 06, 2011 8:02 pm

²Moni: Du bist irgendwie nicht an der richtigen Stelle, wir sind schon weiter : O

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
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"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
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Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Mo Mai 09, 2011 9:50 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
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Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals!

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Mo Mai 09, 2011 10:42 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Di Mai 10, 2011 2:04 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Di Mai 10, 2011 2:51 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Mo Mai 16, 2011 8:59 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Di Mai 17, 2011 5:45 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen. Tatsächlich verloren sie bald den Spaß und ihr Lachen wurde leiser, die höhnischen Sprüche verklangen und ich hörte nur noch meinen eigenen, heftigen Atem, gepaart mit den schweren Schlägen meines Herzens.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Di Mai 17, 2011 6:52 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
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"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen. Tatsächlich verloren sie bald den Spaß und ihr Lachen wurde leiser, die höhnischen Sprüche verklangen und ich hörte nur noch meinen eigenen, heftigen Atem, gepaart mit den schweren Schlägen meines Herzens.
Langsam erhob ich mich, meine Knie schmerzten, doch das war nichts im Vergleich zu dem Schmerz in meinem Herzen - schon wieder hatte er mir wehgetan, meiner Seele einen weiteren tiefen Schnitt zugefügt.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Di Mai 17, 2011 6:57 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
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Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen. Tatsächlich verloren sie bald den Spaß und ihr Lachen wurde leiser, die höhnischen Sprüche verklangen und ich hörte nur noch meinen eigenen, heftigen Atem, gepaart mit den schweren Schlägen meines Herzens.
Langsam erhob ich mich, meine Knie schmerzten, doch das war nichts im Vergleich zu dem Schmerz in meinem Herzen - schon wieder hatte er mir wehgetan, meiner Seele einen weiteren tiefen Schnitt zugefügt. Und ich wusste wirklich nicht mehr, ob ich noch eine Sekunde länger diese furchtbare Demütigung stumm ertragen konnte.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Di Mai 17, 2011 7:24 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen. Tatsächlich verloren sie bald den Spaß und ihr Lachen wurde leiser, die höhnischen Sprüche verklangen und ich hörte nur noch meinen eigenen, heftigen Atem, gepaart mit den schweren Schlägen meines Herzens.
Langsam erhob ich mich, meine Knie schmerzten, doch das war nichts im Vergleich zu dem Schmerz in meinem Herzen - schon wieder hatte er mir wehgetan, meiner Seele einen weiteren tiefen Schnitt zugefügt. Und ich wusste wirklich nicht mehr, ob ich noch eine Sekunde länger diese furchtbare Demütigung stumm ertragen konnte. Aber umso mehr wusste ich, wenn ich nach Hause käme und er dort auf mich wartete, dass ich alles vergessen würde, was gerade geschehen war - ein Blick in seine wunderbaren Augen reichte aus.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Di Mai 17, 2011 7:32 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen. Tatsächlich verloren sie bald den Spaß und ihr Lachen wurde leiser, die höhnischen Sprüche verklangen und ich hörte nur noch meinen eigenen, heftigen Atem, gepaart mit den schweren Schlägen meines Herzens.
Langsam erhob ich mich, meine Knie schmerzten, doch das war nichts im Vergleich zu dem Schmerz in meinem Herzen - schon wieder hatte er mir wehgetan, meiner Seele einen weiteren tiefen Schnitt zugefügt. Und ich wusste wirklich nicht mehr, ob ich noch eine Sekunde länger diese furchtbare Demütigung stumm ertragen konnte. Aber umso mehr wusste ich, wenn ich nach Hause käme und er dort auf mich wartete, dass ich alles vergessen würde, was gerade geschehen war - ein Blick in seine wunderbaren Augen reichte aus. Ob es heute auch wieder so sein würde?

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Di Mai 17, 2011 11:13 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen. Tatsächlich verloren sie bald den Spaß und ihr Lachen wurde leiser, die höhnischen Sprüche verklangen und ich hörte nur noch meinen eigenen, heftigen Atem, gepaart mit den schweren Schlägen meines Herzens.
Langsam erhob ich mich, meine Knie schmerzten, doch das war nichts im Vergleich zu dem Schmerz in meinem Herzen - schon wieder hatte er mir wehgetan, meiner Seele einen weiteren tiefen Schnitt zugefügt. Und ich wusste wirklich nicht mehr, ob ich noch eine Sekunde länger diese furchtbare Demütigung stumm ertragen konnte. Aber umso mehr wusste ich, wenn ich nach Hause käme und er dort auf mich wartete, dass ich alles vergessen würde, was gerade geschehen war - ein Blick in seine wunderbaren Augen reichte aus. Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich do so abhängig von ihm.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Mi Mai 18, 2011 6:00 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen. Tatsächlich verloren sie bald den Spaß und ihr Lachen wurde leiser, die höhnischen Sprüche verklangen und ich hörte nur noch meinen eigenen, heftigen Atem, gepaart mit den schweren Schlägen meines Herzens.
Langsam erhob ich mich, meine Knie schmerzten, doch das war nichts im Vergleich zu dem Schmerz in meinem Herzen - schon wieder hatte er mir wehgetan, meiner Seele einen weiteren tiefen Schnitt zugefügt. Und ich wusste wirklich nicht mehr, ob ich noch eine Sekunde länger diese furchtbare Demütigung stumm ertragen konnte. Aber umso mehr wusste ich, wenn ich nach Hause käme und er dort auf mich wartete, dass ich alles vergessen würde, was gerade geschehen war - ein Blick in seine wunderbaren Augen reichte aus. Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich doch so abhängig von ihm. Müde strich ich mir das Haar aus dem Gesicht und kam ächzend auf die Beine.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Mi Mai 18, 2011 7:10 pm

Nicht schon wieder!, dachte ich panisch, als ich die rennenden Schritte meiner Klassenkameraden hinter mir vernahm.
"Hey!", riefen sie und lachten, Spitznamen nach mir werfend, die mich gepeinigt zusammenzucken ließen. Ich drehte mich nicht um, ließ sie nicht merken, dass ich sie hörte, aber ich beschleunigte meine Schritte. Gott sei Dank konnten sie mein brennendes Gesicht nicht sehen, ihnen blieben die in meinen Augen brennenden Tränen schlicht und einfach verborgen.
Zumindest für eine Sekunde gab ich mich dieser Illusion hin, denn schon hörte ich sie näher kommen. Mir stockte der Atem, als ich das raue Lachen hörte - sein Lachen. Es war demütigend. Dabei hatte ich gedacht, er wäre anders.
Meine Beine zitterten und beim nächsten Schritt, fort von den Spottenden, knickte mein Fuß weg.
Das lachen hinter mir wurde lauter und ehe ich mich aufrappeln konnte, hatten sie mich schon eingeholt.
"Hey Pickelfresse", höhnte einer meiner Klassenkameraden laut und wurde von den anderen für seine Beleidigung bejubelt.
Ich drängte die Tränen zurück, setzte meine Maske auf und drehte mich gleichgültig zu ihnen um - bloß keine Angst zeigen. Meine zitternden Knie streckte ich durch und ballte die Hände zu Fäusten, Chaos und gleichzeitig unfassbare Leere in meinem Kopf, als ich sein Gesicht sah.
"Ey, Brillenschlange, wohin denn so schnell?", erklang seine Stimme, so verächtlich und falsch in seinem lieben Gesicht. Ich konnte nicht mehr atmen, rang nach Luft wie ein Fisch an der Oberfläche, und wusste nicht, wohin mit meinen Augen.
Die restlichen Jungs traten hinter ihn, vier an der Zahl und ich wusste, meine Chancen zu entkommen waren gleich Null. Ich schluckte schwer. Obwohl ich wusste, dass es mich noch verwundbarer machte wenn ich zu Boden sah, konnte ich nicht anders - ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen. Ich wusste, was jetzt kam, und trotzdem war ich noch immer nicht darauf vorbereitet. Nicht auf die Grausamkeiten, die er mir zufügte, wenn andere zusahen - dabei war er so anders, wenn wir allein waren. Ich wusste, dass ich mir das von ihm gefallen ließ, war komplett dämlich und bescheuert - ich war ein Naivchen, wie es im Buche stand. Und doch konnte ich es nicht ändern, konnte im Privaten nicht dieses Thema anschneiden, denn ich wusste schon, was er sagen würde.
"Das ist doch nur Show", würde er sagen und Verächtlichkeit und Zärtlichkeit würden in seinem schönen Gesicht in Widerstreit liegen.
Ich sollte mir wirklich einen Psychiater suchen.
Einen Jungen zu lieben, der mich in der Öffentlichkeit schikanierte und nur heimlich mit mir zusammen sein wollte, konnte nicht gut für mein geistiges Wohl sein. Und doch ... bildete ich mir in diesem Moment ein, Sanftheit und Zutraulichkeit in seinen Augen zu erkennen, als er mich mit einer Hand schubste.
Genauso sanft und zutraulich küssten meine Knie den Asphalt, nur mit Mühe konnte ich Tränen der Wut und Demütigung zurückhalten. Ich musste das durchstehen, so wie jeden Tag, sagte ich mir immer und immer wieder. Das war mein Leben seit dem Tag, an dem ich an diese High School gekommen war. Hatte ich mich nicht schon längst an all das gewöhnt?
Nein, an Mobbing konnte man sich einfach nicht gewöhnen - niemals! Kraftlos schaffte ich es nicht einmal mehr, meinen Kopf aufrecht zu halten und ihnen Trotz jeglicher Art entgegenzubringen. Mir blieb nur noch, darauf zu warten, dass ihnen für heute die Lust an ihren Sticheleien verging und ich endlich nach Hause kam - weit weg von ihm...
Ein Tritt traf mich am Knie und ich zuckte gepeinigt zurück. Ich schloss die Augen, rollte mich zu einem Ball zusammen und wartete muckmäuschenstill darauf, dass ihre Schritte endlich verklangen. Tatsächlich verloren sie bald den Spaß und ihr Lachen wurde leiser, die höhnischen Sprüche verklangen und ich hörte nur noch meinen eigenen, heftigen Atem, gepaart mit den schweren Schlägen meines Herzens.
Langsam erhob ich mich, meine Knie schmerzten, doch das war nichts im Vergleich zu dem Schmerz in meinem Herzen - schon wieder hatte er mir wehgetan, meiner Seele einen weiteren tiefen Schnitt zugefügt. Und ich wusste wirklich nicht mehr, ob ich noch eine Sekunde länger diese furchtbare Demütigung stumm ertragen konnte. Aber umso mehr wusste ich, wenn ich nach Hause käme und er dort auf mich wartete, dass ich alles vergessen würde, was gerade geschehen war - ein Blick in seine wunderbaren Augen reichte aus. Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich doch so abhängig von ihm. Müde strich ich mir das Haar aus dem Gesicht und kam ächzend auf die Beine.
Mit hängenden Schultern machte ich mich auf den langen Heimweg, wohl wissend, dass er dort bereits auf mich warten würde.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Mi Mai 18, 2011 9:50 pm

Spoiler:
 

Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich doch so abhängig von ihm. Müde strich ich mir das Haar aus dem Gesicht und kam ächzend auf die Beine.
Mit hängenden Schultern machte ich mich auf den langen Heimweg, wohl wissend, dass er dort bereits auf mich warten würde. Straße für Straße und mit schmerzenden Gelenken strich ich durch die Straße, bis ich vor dem Block stand, in dem meine Eltern eine preiswerte Wohnung besaßen.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Mi Mai 18, 2011 10:53 pm

Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich doch so abhängig von ihm. Müde strich ich mir das Haar aus dem Gesicht und kam ächzend auf die Beine.
Mit hängenden Schultern machte ich mich auf den langen Heimweg, wohl wissend, dass er dort bereits auf mich warten würde. Straße für Straße und mit schmerzenden Gelenken strich ich durch die Straße, bis ich vor dem Block stand, in dem meine Eltern eine preiswerte Wohnung besaßen. Nichts Besonderes - natürlich nicht, niemand war etwas Besonderes in unserer Familie.


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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Do Mai 19, 2011 5:08 pm

Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich doch so abhängig von ihm. Müde strich ich mir das Haar aus dem Gesicht und kam ächzend auf die Beine.
Mit hängenden Schultern machte ich mich auf den langen Heimweg, wohl wissend, dass er dort bereits auf mich warten würde. Straße für Straße und mit schmerzenden Gelenken strich ich durch die Straße, bis ich vor dem Block stand, in dem meine Eltern eine preiswerte Wohnung besaßen. Nichts Besonderes - natürlich nicht, niemand war etwas Besonderes in unserer Familie. Höchstens Durchschnitt - wenn überhaupt.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Do Mai 19, 2011 8:32 pm

Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich doch so abhängig von ihm. Müde strich ich mir das Haar aus dem Gesicht und kam ächzend auf die Beine.
Mit hängenden Schultern machte ich mich auf den langen Heimweg, wohl wissend, dass er dort bereits auf mich warten würde. Straße für Straße und mit schmerzenden Gelenken strich ich durch die Straße, bis ich vor dem Block stand, in dem meine Eltern eine preiswerte Wohnung besaßen. Nichts Besonderes - natürlich nicht, niemand war etwas Besonderes in unserer Familie. Höchstens Durchschnitt - wenn überhaupt. Zumindest würde keiner zu Hause sein und mich in diesem Zustand sehen - Mom und Dad würden beide noch im Laden sein.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Do Mai 19, 2011 10:20 pm

Spoiler:
 

Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich doch so abhängig von ihm. Müde strich ich mir das Haar aus dem Gesicht und kam ächzend auf die Beine.
Mit hängenden Schultern machte ich mich auf den langen Heimweg, wohl wissend, dass er dort bereits auf mich warten würde. Straße für Straße und mit schmerzenden Gelenken strich ich durch die Straße, bis ich vor dem Block stand, in dem meine Eltern eine preiswerte Wohnung besaßen. Nichts Besonderes - natürlich nicht, niemand war etwas Besonderes in unserer Familie. Höchstens Durchschnitt - wenn überhaupt. Zumindest würde keiner zu Hause sein und mich in diesem Zustand sehen - Mom und Dad würden beide noch im Laden sein.
Ich kramte meinen Schlüssel aus der Tasche, schloss auf und kämpfte mich dann mit schnell schmerzenden Knien die Treppen hinauf.

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BeitragThema: Re: Satz für Satz [1] Love and hate   Do Mai 19, 2011 11:41 pm

Ob es heute auch wieder so sein würde?
Ich hoffte und fürchtete diesen Moment, machte es mich doch so abhängig von ihm. Müde strich ich mir das Haar aus dem Gesicht und kam ächzend auf die Beine.
Mit hängenden Schultern machte ich mich auf den langen Heimweg, wohl wissend, dass er dort bereits auf mich warten würde. Straße für Straße und mit schmerzenden Gelenken strich ich durch die Straße, bis ich vor dem Block stand, in dem meine Eltern eine preiswerte Wohnung besaßen. Nichts Besonderes - natürlich nicht, niemand war etwas Besonderes in unserer Familie. Höchstens Durchschnitt - wenn überhaupt. Zumindest würde keiner zu Hause sein und mich in diesem Zustand sehen - Mom und Dad würden beide noch im Laden sein.
Ich kramte meinen Schlüssel aus der Tasche, schloss auf und kämpfte mich dann mit schnell schmerzenden Knien die Treppen hinauf.
"Ist es sehr schlimm?", drang seine Stimme durch meine Gedanken, während ich mir im Bad das Blut von den Knien wusch.

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