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 Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?

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buffy
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BeitragThema: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Fr Aug 26, 2011 12:38 pm

Habe das gerade für den Deutschen Autorenverbund geschrieben, aber ich denke, hier im Forum ist das bestimmt auch nicht falsch.

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Ever Morgan
Nebenstraße 50
80799 München

Lektorat Fantasy Email: xxx@freenet.de
Buch und Buch Verlag GmbH Telefon: 01234-056004
Hauptstraße 4
80799 München München, den ...




Manuskriptangebot


Sehr geehrtes Lektorat,

Ich möchte Ihnen gerne mein Manuskript vorstellen. Ich denke, mein aktuelles Projekt würde gut in Ihr Programm passen. Es spricht das gleiche Publikum an, wie auch XXX von YYY. (Ein Buch, das dem Euren von Plot, Thema etc. ähnelt erwähnen. Natürlich aus dem Programm des Verlages, den ihr anschreibt.)
Protagonist ist ein Kriegerischer Dämon, der bisher mit blinder Brutalität jedem Befehl seines Herren gefolgt ist. Das ändert sich, als er auf eine junge Frau trifft, die von ihrem Freund verprügelt wird. Der Dämon wirft sein seit Jahrhunderten in feste Schienen gepresstes Leben weg und beschließt die junge Frau zu beschützen.
Ich lege Ihnen ein Exposee und eine Leseprobe bei. Über eine Zusammenarbeit mit Ihrem Verlag würde ich mich freuen.
Das Exposee braucht nicht an mich zurückgesendet werden.




Mit freundlichen Grüßen



Exposee

Arbeitstitel: Finster wie ein Dämon
Genre: Fantasy
Alter: ab 16 Jahren
Seiten: ca. 350


Ein Dämon stellt sich gegen die Hölle, um eine Frau zu retten. (Plot in einem Satz)

Kurzzusammenfassung:

Ein Dämon erhält den Auftrag eine junge Frau in die Hölle zu entführen. Als er sie das erste Mal sieht, fühlt er sich von ihr angezogen. Er entführt sie, aber nicht um sie in die Hölle zu bringen, sondern um sie zu schützen. (Ähnlich wie ein Klappentext)




Inhaltsangabe:

Der Dämon Samuel erhält von seinem Herren die Aufgabe eine junge Frau zu entführen und sie in die Hölle zu bringen. Gehorsam macht er sich auf den Weg nach Manhattan. Er klettert auf den Balkon der Wohnung, in der die Frau lebt und wird Zeuge, als ihr Freund auf sie einprügelt. Ganz entgegen seiner sonst gefühllosen Natur, erweckt die Szene, die sich in der Wohnung abspielt Wut auf den Mann in ihm, aber auch den Samuel unerklärlichen Zwang, die Frau beschützen zu müssen. Er rettet die Frau und tötet den Mann. Anders als Samuel erwartet hat, ist Sarah nicht dankbar. Sie schreit lauthals nach der Polizei und flüchtet sich völlig verängstigt in eine Ecke.
Der Dämon verschleppt Sarah … (Knapp den Handlungshergang schildern. Ein bis zwei Seiten sind ein gutes Maß. Darauf achten, dass keine ragen offen bleiben, also bitte nicht mit Cliffhangern arbeiten. Der Lektor muss wissen, wie sich die Geschichte entwickelt, er soll restlos aufgeklärt werden und nicht beworben werden.)


Figurenbeschreibung:

Samuel ist ein jahrhunderte alter Woral-Dämon, ein Krieger-Dämon von großer, beeindruckender Figur. Er ist der skrupelloseste Soldat des Höllenfürsten und hat es durch sein Bedingungsloses Gehorsam bis an die Spitze der Höllenarmee geschafft. Er hinterfragt niemals einen Befehl. Er erledigt seine Aufträge mit grausamer Brutalität und völlig gefühllos. Umso verwirrender ist für ihn seine unüberlegte Handlung, als er Sarah vor ihrem Freund rettet und mit ihr flieht. Die Gefühle, die ihn plötzlich überrennen sind ihm fremd. Er weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Trotzdem weiß er, dass er diese Frau beschützen muss, auch wenn es gegen alles steht, woran er bisher geglaubt hat.
Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Samuel vom Krieger ohne Gewissen zum Beschützer mit Machoallüren. Anfangs fällt es ihm schwer im Alleingang zu handeln, ohne dass da jemand ist, der für ihn denkt und ihm sagt, was er zu tun hat. Aber nach und nach gelingt es ihm, sich von seinem Herren loszusagen und eine eigenständig handelnde Persönlichkeit zu entwickeln. (Figurenbeschreibungen werden mal explizit verlangt, mal nicht. Manche Autoren schreiben sie automatisch in das Exposee, andere lassen sie weg. Ich hab sie jetzt mal hinzugefügt, wenn es aber nicht ausdrücklich gefordert wird, müsst ihr selbst überlegen, ob ihr eine hinzufügen wollt oder nicht. Ich lasse sie meistens weg. Ein Exposee soll möglichst kurz sein und die Inhaltsangabe nimmt schon meist mehrere Seiten weg. Wenn man dann eine Vorgabe von maximal drei Seiten hat, wird das mit der Figurenbeschreibung schwierig. Obwohl andererseits, wie man im Beispiel hier sehen kann, die Figur manchmal interessanter sein kann, als der eigentliche Plot. Entscheidet ihr euch für eine Figurenbeschreibung, dann haltet euch an die wichtigsten Personen. Diejenigen, die die Handlung bestimmen. Ihr müsst also nicht die Oma der Prota beschreiben, nur weil sie vielleicht einen hilfreichen Tipp gibt.)


Vita:

Kurzvita:

Die Autorin lebt im schönen Hamburg, wo sie sich mit ihrem Mann und fünf Katzen eine Wohnung teilt. Sie hat Germanistik studiert und einige Zeit die Welt bereist. Bücher gehören schon immer zu ihrem Leben, genauso wie die Liebe zu eigenen Geschichten.

Veröffentlichungen:
Der Pirat und die Prinzessin (Buch und Buch-Verlag, ISBN: XXX)
Das nächste Mal kriegst du ihn …
(Ob ihr hier eventuelle Veröffentlichungen bei BOD-Verlagen oder DKZ-Verlagen, für die ihr selbst bezahlt habt erwähnt, müsst ihr selbst wissen. Bei vielen sind diese nicht gerne gesehen. Wie die größeren Verlage wirklich darüber denken, kann ich euch aber nicht sagen. Kleinere Verlage scheinen sich nicht daran zu stören. Jede einzelne Veröffentlichung in einer Anthologie, oder auch in einer Zeitung müsst ihr hier aber nicht erwähnen.)
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BeitragThema: Re: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Fr Aug 26, 2011 7:54 pm

Ah, wirklich interessant, danke Buffy, dass du uns das Exposé zeigst.
Also, im Grunde haben ja Exposés einen Grundaufbau und dann noch Extras, aye? Nicht jedes Exposé sieht gleich aus.
Trotzdem ist es super so als Orientierungshilfe!

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BeitragThema: Re: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Sa Aug 27, 2011 12:12 am

Ja, ich finde solche Hilfen auch immer super, wobei das ja kein Standart ist.
Der eine Verlag möchte was über die Figuren wissen, der andere eher nicht und bla.
Was mir in diesem Beispiel nicht so zusagt ist das Anschreiben, aber das kann auch persönliche Meinung sein. Wichtig finde ich, dass man direkt den Titel einbringt, also "hiermit möchte ich Ihnen mein MS "Finster wie ein Dämon" vorstellen. Dadurch bekommt der Verlag auch direkt einen Einblick, dass es wohl Fantasy/Urban Fantasy ist, selbst wenn man später Genre erwähnt. Und ist es klug zu sagen, es ähnelt XX von YY? Weil man ja eigentlich nicht will, dass sein MS verglichen wird, man will ja etwas ganz eigenes vorzeigen, was es noch nicht gibt (ist zwar fast nie der Fall), denn sonst könnten die ja sagen, wir haben doch scon das Buch von YY, was sollen wir mit einer Kopie?
Da weiß ich aber natürlich auch nicht, ob manche Verlage das wollen, ist so mein persönliches Empfinden.

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BeitragThema: Re: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Sa Aug 27, 2011 1:05 am

Mit dem Vergleich hilfst du dem Verlag, die MS ungefähr einzuordnen. So weiß der Lektor schon beim Lesen des Anschreibens, dass sie ewtas Ähnliches auf jeden Fall schon im Programm haben und das MS von daher ins Verlagsprogramm passen könnte. Und er sieht, du hast dich vorweg informiert, ob das MS in das Programm passen könnte. Und mit der Aussage, dass es das gleiche Publikum anspricht, sagst du nicht, dass es Ähnlich wie das Buch ist, sondern, dass es eben diese Leser und auch dieses Alter ansprechen würde, wie dein Vergleichsbuch aus dem Verlagsprogramm.
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BeitragThema: Re: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Sa Aug 27, 2011 11:47 am

Ich sag ja, dass das vermutlich mein persönliches Empfinden ist. Wenn ich sage, ich hab nen historischen Roman geschrieben, der vom Genre und Zielpublikum an "Feuer und Stein" erinnert, dann könnte ich mich schon vorstellen, dass der Verlag automatisch vergleicht. Also nicht bewusst, aber das man sofort an Feuer und Stein denken muss, was für ein großartiges Buch das ist, und welche Komponenten es enthält und dann hat der Lektor auch gleich eine Vorstellung im Kopf, was in meinem Roman drin ist und ist nachher enttäuscht, weil halt nicht so viel drin ist, oder aber denkt sich, DG schreibt immer noch daran, wir brauche nicht noch so was.
Jaja, ich denke, die Diskussion ist müßig, aber verstehst du einfach, was ich meine? Ich verstehe auch, wie du das meinst und es ist für den Verlag sicher aufschlussreich, dass er ihn direkt einordnen kann, aber man kann eben nichts gegen subjektive Gedanken tun und dan wäre bei mir der Vergleich.

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BeitragThema: Re: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Sa Aug 27, 2011 1:37 pm

Wobei der Vergleich nur nötig ist, wenn der Verlag viele verschiedene Genre im Programm hat. Bewirbt man sich z. B. bei einem reinen Liebesromanverlag oder einem, der nur Horror im Programm hat und mit strengen Vorgaben, kann man das getrost weglassen.

An Veröffentlichungen würde ich nur die relevanten aufzählen. Kurzgeschichten in Anthologien nur, wenn die in Großverlagen erschienen sind, bloß keine Kleinstverlagsanthos mit auflisten, das nützt rein gar nichts.
Romane schon eher, weil es dann zumindest zeigt, derjenige schreibt auch zuende (wichtig, wenn man auf den Vertrag und den Vorschuss vor Fertigstellung scharf ist und keine fertigen Romane anbietet).

Ich hatte einen nach Exposee verkauften Roman mit diesem Muster angeboten:

Idee:
In einem Satz.

Setting:
Orte auflisten

Heldin:

Held:

Perspektive:
personell, abwechselnd Held & Heldin
(oder was man sonst hat)

Exposee:

Wobei das Exposee halt das Wichtigste ist, Personenprofile wollen die meisten allerdings auch.
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buffy
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BeitragThema: Re: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Sa Aug 27, 2011 3:12 pm

Perspektive hatte ich jetzt bei aktuellen Projekt auch mit drin, da es ja in zwei Zeiten spielt und dann aus verschiedenen Perspektiven.
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BeitragThema: Re: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Sa Aug 27, 2011 3:28 pm

Perspektive hatte ich gar nicht drin... hat sie nicht gestört

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BeitragThema: Re: Beispielexposee - Wie schreibt man eigentlich ein Exposee?   Sa Aug 27, 2011 3:49 pm

Das hängt halt auch vom Verlag ab, bei CORA ist z. B. klar, dass man immer die personelle wechselnde Perspektive nimmt, da gebe ich das auch nicht mit an, weils eben logisch ist.

Aber so wie bei Buffy, dass man zwei verschiedene Erzählebenen hat, ist das schon ganz gut, es zu erwähnen.
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