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 Ein Ausflug in die Rhetorik

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Laoghaire
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BeitragThema: Ein Ausflug in die Rhetorik   Sa Jan 15, 2011 2:34 pm

Klar benutzen wir alle Sarkasmus, Ironie und Zynismus. Auch beim Schreiben, aber könnt ihr diese Dinge richtig definieren? Ich weiß zwar, was Sarkasmus ist, finde aber nie die richtigen Worte um ihn zu beschreiben. Oder vielleicht hat man eine andere Vorstellung davon. Und wie baut man ihn vernünftig in den ROman ein, sodass der Leser ihn auch herauslesen kann? Gar nicht so einfach, deshalb hier mal ein paar Auffrischungen aus Wikipedia:

Zitat :
SARKASMUS
Der Begriff Sarkasmus bezeichnet beißenden, bitteren Spott und Hohn. Sarkasmus ist ein latinisiertes griechisches Substantiv (σαρκασμός sarkasmós ‚die Zerfleischung, der beißende Spott‘, von altgriechisch sarkazein ‚sich das Maul zerreißen, zerfleischen, verhöhnen‘, von σάρξ sarx ‚das (rohe) Fleisch‘). Die Redefigur des Sarkasmus fand schon in der antiken Rhetorik (z. B. Demosthenes, Cicero) Verwendung.
Heutzutage wird Sarkasmus eingesetzt, um eine Idee, Person oder Institution herabzusetzen, zu verspotten, bloßzustellen oder anzugreifen.

Erscheinungsformen

Sarkasmus, also beißender Spott, kann durch direkte Aussage des Gemeinten oder mittels Ironie ausgedrückt werden.
Ein Beispiel für direkt ausgedrückten Sarkasmus:

A: „Es gibt viele Psychotiker, die keinen Leidensdruck verspüren.“ B: „Es sei denn, sie kommen in die Psychiatrie.“[1]

Wird Sarkasmus mittels Ironie ausgedrückt, also mit einer Bedeutungsumkehr der Aussage, wird diese oft durch einen besonderen Tonfall verdeutlicht. Ein Beispiel:

Anstatt zu arbeiten, sitzt ein Arbeiter auf einer Bank und ruht sich aus. Sein Chef sieht das und sagt zu ihm: „Überarbeiten Sie sich bloß nicht.“

Um Ironie zu erkennen – ob sarkastisch (also beißend spöttisch) oder nicht –, müssen verschiedene Teile des Gehirns zusammenarbeiten. Wenn jemand die soziale Situation nicht versteht (beispielsweise wegen einer Beschädigung der vorderen Gehirnlappen oder wegen fehlender Übung oder Intelligenz), kann er Ironie – und damit auch ironischen Sarkasmus – nicht als solche(n) identifizieren.
Autoren fällt es – nicht nur wegen Überschneidung mit / Abgrenzung von Sarkasmus – oft schwer, Ironie als solche zu kennzeichnen, so dass auch ein gesunder Leser sie oft nicht richtig einordnen kann. So führte ein laut Autor sarkastischer Diskussionsbeitrag in einem Internetforum zu einer Anklage gegen ihn – mangels ausdrücklicher Distanzierung von der Aussage durch Kennzeichnung als Ironie.

Abgrenzung

Da die Intention eines Spottes nur dem Spötter selbst bekannt ist, ist eine Unterscheidung von außen äußerst schwierig. Den Begriffen gemeinsam ist die Tatsache, dass der Angreifer weniger Gegenangriffsfläche bietet, als wenn er sachlich vorgehen würde.
Spott ist oft offener und eindeutiger als Sarkasmus; letzterer ist oft subtiler und doppeldeutig. Deshalb kann mancher Sarkasmus z. B. ein diktatorisches Regime kritisieren, ohne dass der Absender der sarkastischen Nachricht im Gefängnis landet.

Sarkasmus und Ironie.
Umgangssprachlich wird Sarkasmus oft als Form der Ironie betrachtet oder Ironie als eine nette Variante und Sarkasmus demgegenüber als dem Angriff dienend aufgefasst, teilweise gar als Spott und Angriff streng von Ironie abgegrenzt. Tatsächlich ist Ironie jedoch eine Technik, ein Mittel, etwas auszudrücken, während Sarkasmus eine bestimmte Absicht einer Aussage meint, unabhängig von sprachlichen Mitteln mit denen sie formuliert wurde. Ironie bezeichnet Aussagen, die als das Gegenteil des tatsächlich Gemeinten formuliert werden; dies kann zum Schutz des Sprechers verhüllend sein, oder die Aussage verstärken. Sarkasmus ist bitterer, beißender Spott unabhängig davon, wie das Gemeinte ausgedrückt wird, ob direkt oder indirekt mittels Ironie.

Die Ironie ist objektiv (Schopenhauer). Sie verweist durch Über- oder Untertreibung auf die Kehrseite, wobei sie die Janusköpfigkeit der Erscheinungen humorvoll gelten lässt. Sarkasmus dagegen ist einseitig. Seine Fokussierung der Kehrseite zielt auf Vernichtung.

Sarkasmus und Zynismus.
Zynismus ist – im Gegensatz zu Sarkasmus – kein bitterer Spott, sondern eine Haltung, die zentrale Normen und Moralvorstellungen verwirft und für lächerlich hält. Zynismus bezeichnet also ein charakterliches Phänomen; dieses kann sich in Zynismen äußern, die von sarkastischen Bemerkungen nicht immer unterschieden werden können. Obwohl der Unterschied zwischen den Begriffen Sarkasmus und Zynismus also sehr aussagefähig ist, verzichten heute viele Sprecher des Deutschen (aus Unkenntnis) auf ihn. Diejenigen Sprecher, die diesen Bedeutungsunterschied nutzen wollen, stehen daher vor der kommunikativen Situation, dass ein entscheidender Aspekt ihrer Aussage wahrscheinlich missverstanden oder nicht wahrgenommen wird.

Sarkasmus und Sardonismus.
Sardonismus (in Verbindung mit Gelächter) bezeichnet im Unterschied zum Sarkasmus keinen höhnischen oder hämischen, sondern einen grimmigen, schmerzvollen Spott.


IRONIE
Die Ironie (griechisch εἰρωνεία eironeía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“) bezeichnet zum einen eine rhetorische Figur (Rhetorische Ironie), bei der sich der Sprecher verstellt und damit dennoch die Erwartung verbindet, dass der wahre Sinn seiner Äußerung verstanden wird, wenn auch vielleicht nicht von jedem oder von jedem in vollem Umfang, zum anderen, seit dem Ende des achtzehnten Jahrhunderts, eine literarische Haltung

Rhetorische Ironie

Die einfachste Form der rhetorischen Ironie besteht darin, das Gegenteil von dem zu sagen, was man meint.
Das Verstehen von Ironie beruht in der Regel auf geteilten Wissensbeständen, wobei beide Seiten, Sprecher und Hörer von der Geteiltheit des Wissens wissen. Gegen diese geteilten Wissensbestände wird bei der Ironie verstoßen, gegen die Erwartung, dass man Wissensbestände beachtet. Als theoretisches Modell, welches die Entschlüsselung der ironischen Äußerung erklärt, gilt die Theorie der konversationellen Implikaturen von Paul Grice. Diese Theorie liefert jedoch keinen Hinweis auf die Funktion der Ironie.

Neueste Forschungen vermuten, dass diese damit zu tun hat, Wertungen, welche mit den Wissensbeständen verbunden sind, (indirekt) zu thematisieren, um diese dann, zwar nicht, wie nach der landläufigen Meinung ins Gegenteil, aber doch nach unten hin zu korrigieren. Die Indirektheit der ironischen Formulierung soll bzw. kann hierbei die offenen Thematisierung vermeiden, sei es, weil die ironische Kritik Wertvorstellungen betrifft, über die "man" nicht spricht (-> Tabu: Abschnitt Soziologie, Sozialpsychologie), oder auch, dass mittels der ironischen Formulierung Themen angesprochen werden, welche dem Rezipienten unangenehm sind, und so der Sprecher mit der ironischen Andeutung des Themas damit "droht", das Thema offen zu diskutieren.

Da erfolgreiche Ironieverwendung nicht nur von der erfolgreichen Reflexion des eigenes Wissens sondern auch vom erfolgreichen Erkennen des Wissens des Gegenübers zeugt, deutet diese erfolgreiche Verwendung der Ironie auf gehobene intellektuelle Fähigkeiten hin. Im Diskurs wird diese Eigenschaft der Ironieverwendung, nämlich das Erweisen von intellektueller Überlegenheit, auch immer wieder funktionalisiert. In hierarchischen Situationen, z.B. Dozent-Student, kann man dabei beinahe von einem "Ironierecht" sprechen, welches fast ausnahmslos der höhergestellten Person zusteht.

Im Unterschied zum Humor ist Ironie eher kritisch und erwartet nicht, dass der Adressat der eigenen Meinung beipflichtet.

Im alltäglichen Umgang ist Ironie weit verbreitet. Beispiele:

* Ein Kollege hat einen Stapel Geschirr fallen lassen, dazu sagt ein Zuschauer: „Prima machst du das!“
* Ein Familienvater will eine überflüssige Geldausgabe rügen und kommentiert: „Wir haben's ja.“

Besonders für schriftliche Mitteilungen gilt, dass Ironie nur verstanden wird, wenn der Empfänger kritisch mitdenkt und die Umstände (auch die Denkweise des Schreibenden) hinlänglich kennt.

Wer damit rechnet, dass Ironie nicht verstanden werden könnte, kann das, was er sagt, durch besondere Betonung, Gesichtsausdruck oder Gesten (in der schriftlichen Form ironisch gemeinte Wörter mit Anführungszeichen kennzeichnen), sogenannte Ironiesignale, begleiten, damit der Zuhörer erkennt, dass der Sprecher weiß, dass das Gesagte falsch ist, das Gesagte somit als ironisch gemeint aufzufassen ist. Ist sich der Sprecher sicher, dass der Empfänger das Wissen des Sprechers kennt (dass dieser es besser weiß), so sind, wie empirische Untersuchungen bestätigen, zur Entschlüsselung der Ironie kein Ironiesignale nötig.

Selbstironie
Selbstironie ist eine Ironie, deren unmittelbare Zielscheibe die eigene Rolle oder Meinung ist und die daher eine spielerische, relativierende oder sogar kritische Haltung sich selbst gegenüber einnimmt. Selbstironie gilt daher oft als Zeichen von Humor und sympathischer Bescheidenheit bzw. steht, aufgrund ihrer immanenten Selbstkritik, auch für eine generell undogmatische Lebenseinstellung. Entsprechend häufig ist sie daher auch in der Kunst (Literatur, Film, Theater) zu finden und wird von der Kunstkritik als Qualitätsmerkmal thematisiert. Ihr Fehlen wird nicht selten als künstlerisches Manko kritisiert.

Sokratische Ironie
Die Sokratische Ironie bezeichnet ein sich klein machendes Verstellen (man stellt sich dumm), um den sich überlegen wähnenden Gesprächspartner in die Falle zu locken, ihn zu belehren oder ihn zum Nachdenken zu bringen. Die Sokratische Ironie bezeichnet zumeist ein echtes Verstellen, will also im Gegensatz zur rhetorischen Ironie nicht unbedingt als Verstellung erkannt werden. Dieser Ironiebegriff entspricht der Bedeutung zur Zeit Sokrates’. Erst mit der Ausbildung der Rhetorik bekam der Begriff der Ironie seine heutige Bedeutung. Als echtes Verstellen galt zu Sokrates’ Zeit die Ironieverwendung auch als moralisch verwerflich. Sokrates selbst bezeichnete seine Kunst als Hebammenkunst (Mäeutik). Zudem ist es philosophiewissenschaftlich umstritten, ob es sich bei der historischen Sokratischen Ironie überhaupt um ein Verstellen handelte, ob nicht vielmehr Sokrates tatsächlich unwissend war. So wird heute, um die historische Sokratische Ironie zu bezeichnen, vornehmlich der Begriff Mäeutik verwendet. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird mit dem Begriff der Sokratischen Ironie aber doch zumeist auf ein echtes sich klein machendes Verstellen verwiesen.

Ironie in der Literatur
Die Romantik mit Ludwig Tieck, besonders aber Friedrich Schlegel, erweiterte den Begriff der Ironie um eine literarische Haltung, welche später als Romantische Ironie bezeichnet wurde. Diese Form der Ironie wurde aus der Sokratischen Ironie entwickelt. Das Adjektiv "Romantisch" verweist hierbei auf das erste Auftreten des Begriffs. Die mit der Bezeichnung Romantische Ironie beschriebene Haltung lässt sich bis in die Literatur der Antike zurückverfolgen und spielt bis in die heutige Zeit in der Literatur, aber auch in Film und Theater, eine wichtige Rolle.

Ein weitere Formen der literarischen Ironie ist die

* tragische Ironie (der Protagonist erscheint ahnungslos, während seine Katastrophe für den Leser/Zuschauer usw. erkennbar bevorsteht).

Ironie im Journalismus
Je breiter das Publikum, an das sich ein Journalist wendet, desto größer die Gefahr, dass Ironie an einem Teil der Adressaten vorbei geht. Daher der warnende Merksatz:

Ironie
Versteht der Leser nie.

In den Medien ist Ironie, von unfreiwilliger abgesehen, daher fast nur in Reservaten anzutreffen. Glossen sind zumeist klar als solche gekennzeichnet; oft haben sie einen festen Stammplatz (Rubrik in der Zeitung, Sendeplatz im Rundfunk).

Ironie im Internet
Bei der Kommunikation im Internet (beispielsweise in Mitteilungsforen, E-Mails und Chats) pflegen die Partner einen eher lockeren Umgangston. Mit besonderen Zusätzen können sie Gedanken andeuten, die über das geschriebene Wort hinausgehen, zum Beispiel Gefühle und auch Ironie:

* Emoticons als Ersatz für begleitende Mimik (z. B. ;-))
* Inflektive (auch Erikativ genannt) und begrenzt Lautmalereien als Gestik-Ersatz (z. B. *grins*, *zwinker*)
* Versalschrift, Textdicke, -farbe, -größe (u. a. wie -laufweite) dienen zur Hervorhebung als Alternative zur Satzbetonung (z. B. NEIN, wie kommst du denn DARAUF?)
* Gestik, Mimik und Betonung, die bei der schriftlichen Kommunikation nicht sichtbar sind, werden oft durch sichtbare Pseudo-HTML- oder BB-Codes ersetzt. Beispiele sind Ja, natürlich! oder [ironie]Nein, niemals![/ironie], wobei oft nur der schließende HTML-Tag geschrieben wird.
* Außerdem wird immer öfter ein doppelter Zirkumflex ^^ (der auch das japanische horizontale Emoticon für lächeln/grinsen ist) besonders bei der vernetzten Kommunikation der Jugendlichen zur Erkennung ironischen Inhalts verwendet.


ZYNISMUS
Der Zynismus (griechisch κυνισμός, kynismós) wörtlich „die Hündigkeit“ im Sinne von „Bissigkeit“, von κύων (kyon, „Hund“), bezeichnete ursprünglich die Lebensanschauung und -weise der antiken Kyniker.

Heute bezeichnet man als Zynismus zum einen eine Haltung, die in (oft absichtlich) verletzender Weise die Wertvorstellungen anderer herabsetzt oder missachtet, und zum anderen auch eine Haltung, die moralische Werte grundsätzlich in Frage stellt (und sich darüber hinaus manchmal auch über sie lustig macht). Auch eine hieraus folgende berechnend-amoralische Einstellung und Verhaltensweise kann Ausdruck dieser Haltung sein. Zynismus kann Folge und Anzeichen von Resignation sein. (Ein Zyniker ist jemand, der Ideale hat, aber zu wissen glaubt, dass sie nicht realisierbar sind.)

Zudem bezeichnet der Begriff Zynismus mitunter auch die zynische Äußerung selbst (z. B.: „Mit Zynismen reagieren.“) als Ausdruck dieser Haltung.

Zynismus wird sehr oft fälschlich als Synonym zum Sarkasmus verwendet. Während letzterer aber nur bitter-schwarzhumorige Aussagen bezeichnet, geht Zynismus eigentlich hierüber hinaus und bezieht sich auf den Charakter und die Weltsicht eines Menschen. Sarkasmus ist also nicht unbedingt eine Äußerung von Zynismus (so wie nicht jede boshafte Aussage ein Ausdruck von Bösartigkeit sein muss).

Formen des Zynismus
Neben der umgangssprachlichen Verwendung werden im psychologischen Diskurs folgende Formen des Zynismus unterschieden:

Zynismus im Sinne von „Feindseligkeit“
Der Fokus dieses Konzepts liegt auf den negativen Wahrnehmungen und feindseligen Einstellungen von Individuen gegenüber anderen. Dies betrifft solche Personen, die ein geringes Vertrauen in ihre Mitmenschen haben und diese daher als unehrlich, unsozial, unmoralisch und böse ansehen.

Sozialer Zynismus
Hierbei handelt es sich um die Folge übermäßig hoher Erwartungen gegenüber der eigenen Person und anderen. Zyniker dieser Art übertragen ihre stark idealistisch geprägten Ansichten und Erwartungen auf Gesellschaft, Institutionen wie auch Autoritäten. Das Verfehlen dieser Erwartungen führt zu Enttäuschung, welche Gefühle der Desillusionierung und des Verrats auslöst.[1]

Berufszynismus
Zynische Einstellungen gegenüber Aspekten der eigenen Arbeit werden als Berufszynismus bezeichnet. Darin spiegelt sich verlorener Stolz und Respekt gegenüber der eigenen Arbeit wider, welcher häufig aus übertrieben idealistischer, weltverbesserlicher Motivation und einem Scheitern an dieser hervorgeht.

Organisationaler Zynismus
So wird eine generelle oder spezifische Einstellung, die durch Frustration, Hoffnungslosigkeit, Desillusionierung und Misstrauen gegenüber Wirtschaftsorganisationen, Managern und/oder anderen Objekten der Arbeit gekennzeichnet ist, bezeichnet.[2]

Zynismus in organisatorischen Veränderungsprozessen
Pessimismus bezüglich des Erfolgs zukünftiger organisatorischer Veränderungen, der sich u. a. aus negativen Erfahrungen vorheriger Änderungsmaßnahmen ergeben kann. Verantwortliche für den organisatorischen Wandel werden als inkompetent oder unwillens eingeschätzt.


SATIRE
Satire (lat. satira; von satura lanx: „mit Früchten gefüllte Schale“, im übertragenen Sinne: „bunt gemischtes Allerlei“; früher fälschlich auf Satyr zurückgeführt, daher die ältere Schreibweise Satyra) ist eine Spottdichtung, die mangelhafte Tugend oder gesellschaftliche Missstände anklagt. Historische Bezeichnungen sind im Deutschen auch Spottschrift, Stachelschrift und Pasquill (gegen Personen gerichtete satirische Schmähschrift).

Satirische Schreibweise
Es gibt annähernd so viele Bestimmungen der satirischen Schreibweise, wie es Satiriker gibt, und keine Bestimmung trifft auf die Gesamtheit der Satiren zu. Ihre Gegenstände, Mittel und Funktionen wandeln sich im Laufe der Geschichte. Es ist daher unmöglich, sie scharf von der Komik, der Parodie und der Polemik zu trennen.

Satire kann folgende Funktionen haben (nicht alle müssen im Einzelfall gleichermaßen gegeben sein):

* Kritik: Nach Schiller stellt die Satire die mangelbehaftete Wirklichkeit einem Ideal gegenüber. [1]
* Polemik: Einseitigkeit, Parteilichkeit, Agitation bis hin zur Aggression.
* Didaktik: direkte oder indirekte Absicht zu belehren und zu bessern.
* Unterhaltung: Nähe zu Formen der Komik und zur Parodie, von denen sie sich durch die kritische Haltung unterscheidet

Die Satire bedient sich häufig der Übertreibung (Hyperbel), kontrastiert Widersprüche und Wertvorstellungen in übertriebener Weise (Bathos), verzerrt Sachverhalte, vergleicht sie spöttisch mit einem Idealzustand (Antiphrasis) und gibt ihren Gegenstand der Lächerlichkeit preis. Zu ihren Stilmitteln gehören Parodie, Travestie und Persiflage, zu ihren Tonfällen Ironie, Spott und Sarkasmus. Insofern sich die Satire auf eine Idealvorstellung beruft, kann sie sich auch des Pathos bedienen.

Eine wichtige Form der Satire ist der satirische Roman, in der die Satire als fiktionales Narrativ auftritt. Sehr häufig ist hier die Form des Reiseberichts in der ersten Person oder einer Reisebeschreibung in der dritten Person, wobei die Hauptfigur oft sehr naiv erscheint (siehe Erzählperspektive). Es können entweder die naiven Erwartungen der Hauptfigur an die Welt mit der Wirklichkeit, die sie erlebt, kontrastiert werden, oder die von ihr bereiste Welt kann satirisch mit anderen Formen literarischer oder philosophischer Weltdarstellung kontrastieren.

Satire tritt häufig als Mittel der Polemik auf. In öffentlichen Debatten und im gelehrten Disput kann sie ein Mittel sein, einen Gegner bloßzustellen. Dabei greift sie nicht direkt mit Sachargumenten an, sondern geht den indirekten Weg der Kontrastierung, bei dem einem Zuhörer oder Leser der Kontrast zwischen Wirklichkeit und Ideal augenfällig wird. In dieser Funktion ist sie Teil der Streitkunst.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sarkasmus

Ergänzungen sind gern gesehen^^



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BeitragThema: Re: Ein Ausflug in die Rhetorik   Mi Mai 04, 2011 11:07 pm

Umfassend aber super spannend.
Kann aber stolz behaupten, dass ich Sarkasmus und Ironie vorher schon relativ gut auseinanderhalten und erklären konnte :}

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Manchmal weniger hier als sonst wo. Old Souls
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BeitragThema: Re: Ein Ausflug in die Rhetorik   Mi Mai 04, 2011 11:22 pm

Ha, ich konnte das zwar auseinanderhalten, aber nie erklären. Also Ironie ja, aber Sarksamus, das waren für mich immer bissige Kommentare^^

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